In der vollbesetzten Zehntscheune konnten die Gäste dem ca. einstündigen Programm folgen.
Vorsitzende Uta Böckel begrüßte alle Anwesenden herzlich und übermittelte die besten Wünsche der SPD Hasselroth für das Jahr 2012.
Stellvertretend für die Ehrengäste begrüßte sie Sandra Minnert, Ulrike Obermayr, Altlandrat Karl Eyerkaufer und Gattin Marion, MdB Dr. Sascha Raabe, Sportkreisvorsitzender Carsten Ullrich und aus den eigenen Reihen die Ehrenvorsitzenden Adolf Ruppel und Norbert Schäfer sowie Parlamentsvorsitzenden Helmut Müller und stellvertretend für die Gäste aus den Nachbarkommunen Adolf Linhardt.
Die Idee für die Vorstellung des Projekts Respekt! Kein Platz für Rassismus stammte von Mitglied Monika Hareter, die ebenfalls bei dem IG Metall Vorstand im Ressort Gewerkschaftliche Bildungsarbeit arbeitet und unmittelbar mit der Organisation der Kampagne beschäftigt ist.
Uta Böckel verwies auf die Aktualität des Themas – nicht zuletzt durch die Terrorzelle Zwickau.
Sie begrüßte die Pläne der IG Metall, 2012 mit ihren Aktionen verstärkt die junge Generation zu erreichen. Neben Betrieben sollen Schulen, Bildungseinrichtungen und Sportvereine in den Fokus rücken.
Zunächst beschrieb die ehemalige Fußballnationalspielerin Sandra Minnert ihren Werdegang. Minnert ist Hessin, in Gedern geboren und in Gelnhaar einem Ortsteil von Ortenberg aufgewachsen. Neben Persönlichkeiten aus allen Bereichen, wie Steffi Jones, Liz Baffoe, Lisa Fitz, Uli Hoeneß und Jürgen Klopp, Comedian Bülent Ceylan sowie viele Betriebsrätinnen und Betriebsräte, hat sich Sandra Minnert im November 2011 entschlossen Schirmfrau der Kampagne Respekt! Kein Platz für Rassismus zu werden. Aufgrund ihrer sympathischen und unkomplizierten Vorstellung gewann sie sofort die ganze Aufmerksamkeit der Anwesenden. Abwechselnd stellten Sandra Minnert und Ulrike Obermayr die Aktivitäten der Kampagne vor. So erreichte man im vergangenen Jahr 400000 Menschen in fast 165 Veranstaltungen. Unterstützt wurden ihre Darstellungen durch eine Präsentation, einen kurzen Film und dem Respektlied. Ein Kurz-Film des Duos „Badesalz“ stellte dar, wie das Respektschild aufgehängt werden kann.
Altlandrat Karl Eyerkaufer und MdB Dr. Sascha Raabe rundeten mit ihren Ausführungen das Thema ab. So berichtete Altlandrat Karl Eyerkaufer aus seinen eigenen Erfahrungen als aktiver Sportler und verwies hier auf die Olympiade 1968 in Mexiko. Er erzählte von jenen Sportlern, die große sportliche Leistungen erbrachten und auf dem Siegerpodest standen, ihre Medaillen mit gesenktem Blick und erhobener Faust, als Symbol der „Black Power-Bewegung“ entgegen nahmen. Wenn sie nach Hause kamen, galt dort die Rassentrennung. MdB Dr. Sascha Raabe war der Meinung, dass gerade der Fußball in den letzten Jahren große und erfolgreiche Anstrengungen zur Integration unternommen habe.
Insgesamt stellte man fest, dass gerade der Sport zur Integration und somit zum respektvollen Umgang miteinander beitrage. Bereits an diesem Abend wurde geplant, mit Schulen und Vereinen im Umfeld bzw. im Main-Kinzig-Kreis Kontakt zu suchen, um hier auch Aktionen zu starten und natürlich auch im eigenen Umfeld dem respektvollen Umgang miteinander einen hohen Stellenwert zu geben.
Nach dem offiziellen Teil verbrachten die Gäste noch einige Stunden in geselliger Runde bei Gespräche mit den Ehrengästen in und um die Zehntscheune. Mit leckerem Glühwein und gegrillten Steaks und Würstchen ließ man den Abend ausklingen.





