Großes Unverständnis herrschte bei der letzten Sitzung der AG 60plus der Hasselrother SPD über das Verhalten der CDU, die den Mindestlohn zwar nun endlich thematisiere und sich dafür auch noch feiern lasse.
Allerdings beinhalte der auf dem Bundesparteitag der CDU gefasste Beschluss das Wort Mindestlohn überhaupt nicht, lediglich von einer Lohnuntergrenze sei hier die Rede. Nach Ansicht von AG 60plus Sprecher Norbert Schäfer ein weiterer Versuch, die Bevölkerung von vielen Baustellen abzulenken. Immerhin sprächen sich mittlerweile 91 % der Deutschen für einen Mindestlohn aus.
Man war sich einig, ein einheitlicher Mindestlohn sei unerlässlich. Dieser müsse Menschen aus einer Vollzeitbeschäftigung ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, ohne auf stattliche Zuschüsse angewiesen zu sein. Die Zuschüsse würden letztendlich vom Steuerzahler getragen und stellen eine Subvention an Unternehmen dar.
Für einen Arbeitnehmer der vom Staat eine Aufstockung erhält, sei Vorsorge für das Alter und eine Pflegeversicherung nur ein Wunschdenken, stellte Norbert Schäfer weiter fest.
Ein großes Anliegen für ihn ist auch das Thema Festanstellung.
Derzeit gibt es 6 Mio. gering verdienende Zeitarbeiter, informierte Norbert Schäfer.
„Menschen in Zeitarbeitsverträgen können keine Lebensplanung vornehmen, an die Gründung einer Familie ist schon fast gar nicht zu denken“, schließt sich AG 60plus-Sprecher Günther Ochs an.
Nach einer lebhaft geführten Diskussion war die einhellige Meinung der Mitglieder der AG 60plus der Hasselrother SPD:
Dieser Zustand ist einer sozialen Gesellschaft unwürdig!




