Bereits während der Informationsveranstaltung wurde mit einer Sammlung in Höhe von fast 800 € der Grundstock für die Beschaffung einer geeichten Fluglärmmessstation am Standort Niedermittlau gelegt. Auch bei weiteren Veranstaltungen wurde gesammelt, so dass insgesamt ca. 3000 € für die Anschaffung der Messstation zusammen kamen. Ende September gab die Gemeinde Hasselroth eine zweckgebundene Kostenzusage in Höhe bis zu maximal 1000 €. Die finanziellen Mittel zur Anschaffung der geeichten Fluglärmmessstation waren somit vorhanden, es fehlte nur noch ein Beschluss der Mitgliederversammlung der IG Fluglärm, diese Summe freizugeben.
Die a. o. Mitgliederversammlung der IG Fluglärm fand am 2. November 2011 in Rodenbach statt. SPD-Geschäftsführer Thomas Vehring, langjähriges Mitglied der IG Fluglärm, nahm teil und konnte dem SPD-Vorstand erfreut mitteilen, dass die Mitgliederversammlung einstimmig die Freigabe der erforderlichen 3000 € für die Anschaffung der Fluglärmmessstation plus 1200 € für die Kalibrierung (Eichung) der Anlage für den Standort Niedermittlau beschlossen hat.
Die IG Fluglärm-Mitglieder wurden über die seit August stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen informiert. Die von der SPD Hasselroth am 5. August initiierte Veranstaltung wurde sehr lobend erwähnt, ebenso die von der IG Fluglärm durchgeführte Veranstaltung im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen. Weitere Informationsveranstaltungen fanden in Langenselbold statt und sind in Gründau und Büdingen geplant.
Wolfgang Hartmann konnte berichten, dass aufgrund der stattgefundenen Veranstaltungen und der umfassenden Informationen die Anzahl der Fluglärmbeschwerden massiv zugenommen haben. Aktuell überfliegen bis zu 600 Maschinen bei Westwindlage die Orteile Niedermittlau und Neuenhaßlau. Ebenso betroffen sind Gondsroth und Ortsteile von Freigericht. Ca. 85.000 Beschwerden habe es seit August 2011 gegeben. Diese sind an Fraport und DFS weitergeleitet worden.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das Gespräch der Vertreter des Main-Kinzig-Kreises im Bundesverkehrsministerium an dem vom Main-Kinzig-Kreis Landrat Erich Pipa, die Bundestagsabgeordneten Dr. Raabe und Dr. Tauber sowie der Vorsitzende der Bürgermeisterkreisversammlung und die Bürgermeisterin von Bad Orb teil nahmen. Das Bundesverkehrsministerium wurde durch Staatssekretär Scheuerle vertreten. Ein Vertreter der IG Fluglärm durfte an diesem Gespräch nicht teilnehmen. Dieses Treffen hat keine konkreten Ergebnisse gebracht. Unterschriftslisten mit der Rodenbacher Erklärung wurden vom Staatssekretär nicht entgegengenommen und mussten ihm von Dr. Raabe vor die Tür gelegt werden. Die Zusammensetzung der Gesprächsrunde fand nicht die Akzeptanz der Mitglieder der IG Fluglärm. Im Vorfeld hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Tauber die Teilnehmerrunde bestimmt und keinen Vertreter der IG mit nach Berlin eingeladen. Für Thomas Vehring ist dies unverständlich, da doch gerade die Mitglieder der IG über das breiteste Fachwissen verfügen.
Auch zeige sich in Gesprächen mit Parteivertretern, dass kein parteiübergreifendes Handeln bei CDU und FDP einsetze, insbesondere der FDP-Landtagsabgeordnete Alexander Noll stelle Fluglärm als Spinnerei dar.
Weitere Aktionen für die nächsten Monate wurden angekündigt. So soll auf jeden Fall eine Demonstration vor der Flugsicherung in Langen stattfinden. Abstimmungen mit Vertretern der Interessengemeinschaften aus Mainz und Wiesbaden sollen vorgenommen werden.
SPD-Vorsitzende Uta Böckel bedankte sich bei Thomas Vehring für die aktuelle Berichterstattung. Das von Landrat Erich Pipa initiierte und gemeinsam mit den Kommunen finanzierte Gutachten zu einem lärmverminderten Anflugverfahren wird in Kürze vorliegen. Auch die Daten aus der geeichten Lärmmessstation in Niedermittlau werden ein Baustein im weiteren Verfahren sein.
Die Daten der Messstation in Niedermittlau kann man unter der Seite der IG Fluglärm unter www.igfluglaerm.de unter „aktuell gemessener Fluglärm“ sehen.




