Mit diesem Thema befasst sich die SPD Hasselroth bereits seit Oktober 2010 und hier insbesondere mit dem Thema Gerichtszuständigkeit für Hasselroth. Im Zusammenhang von Gerichtsschließungen beabsichtigt die Hessische Landesregierung die Zuständigkeit für die Gemeinde Hasselroth vom Amtsgericht Gelnhausen zum Amtsgericht Hanau zu verlagern. Ursprünglich war dies auch für Freigericht vorgesehen. Eine Begründung, was die Verlagerung alleine Hasselroths zum Amtsgericht Hanau (4 % an der Gesamteinwohnerzahl des Gerichtsbezirks Gelnhausen) an Kostenersparnis oder aus organisatorischen Gründen bringen soll, blieb man bisher noch schuldig. Auch der für den Wahlkreis zuständige Landtagsabgeordnete Hugo Klein (CDU) ließ bisher öffentlich zu diesem Thema nichts verlauten.
Zur Gemeindevertretersitzung im Juni 2011 brachte die SPD/FDP Fraktion in Hasselroth eine Resolution ein mit dem Tenor, der Gemeindevorstand möge gegen die ausschließlich für Hasselroth geplante Verlagerung der Zuständigkeit nach Hanau erneut intervenieren. Dieser Antrag wurde einstimmig beschlossen, nicht zuletzt um die Position des Gemeindevorstandes noch einmal zu stärken.
Zur Erinnerung, eine Verlagerung der Amtsgerichtszuständig Hasselroths nach Hanau würde bedeuten, dass sich besonders in Familien- und Betreuungssachen die Zusammenarbeit mit dem in Gelnhausen angeschlossenen Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises und den Betreuungsstellen erschweren. Dort wo schnelles Handeln erforderlich ist, würden zusätzliche Erschwernisse aufgebaut. In Strafsachen ist die Polizeistation Gelnhausen für Hasselroth zuständig, das zuständige Gericht wäre dann in Hanau und nicht mehr vor Ort. Nicht zuletzt die Arbeit der Ortsgerichtsvorsteher/Innen und die Arbeit des Schiedsleute würden erschwert.
Am Rande der Kreistagssitzung konnten die Hasselrother Abgeordneten Uta Böckel, Klaus Traxel und Karin Bechtold von dem Landtagsabgeordneten Heinz Lotz (SPD) erfahren, dass Justizminister Hahn in der letzten Landtagsdebatte in einem Halbsatz noch eine winzige Möglichkeit für den Verbleib von Hasselroth im Bereich des Amtsgerichtsbezirks Gelnhausen aufgezeigt habe. Dass diese Hoffnung nicht unbegründet ist, klärte sich im Laufe der Debatte im Kreistag. Nachdem Kreistagsabgeordnete Uta Böckel noch einmal auf die Hasselrother Situation aufmerksam gemacht hatte, war aus den Reihen der CDU-Abgeordneten zu vernehmen, dass der Rechts- und Integrationsausschuss im Hessischen Landtag in der nächsten Woche den Beschluss fassen würde, Hasselroth tatsächlich im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Gelnhausen zu belassen.
Die SPD Hasselroth freut sich über diese positive Entwicklung für die Hasselrother Bürgerinnen und Bürger und sieht hierin auch einen Erfolg ihrer Bemühungen der vergangenen Monate und fordert alle hiesigen Landtagsabgeordneten auf, diese Entwicklung zu unterstützen und umzusetzen.




