Steter Tropfen höhlt den Stein! Auch wenn sich die beiden Landtagsabgeordneten Hugo Klein (CDU) und Alexander Noll (FDP) in Pressemeldungen zum Verbleib der Gemeinde Hasselroth beim Amtsgericht nun feiern lassen, Kreistagsabgeordnete Uta Böckel ist sich sicher, wenn es keine „Störfeuer“ aus Hasselroth gegeben hätte, wäre dieser Teil der sogenannten „Gerichtsreform“ klammheimlich durchgezogen worden.
„Dass die Amtsgerichtszuständigkeit für Hasselroth nun doch beim Amtsgericht Gelnhausen bleiben kann, obwohl die Hessische schwarz-gelbe Landesregierung die Verlagerung nach Hanau geplant hatte, ist die einzig richtige und vernünftige Entscheidung. Aber dass Herr Noll und Herr Klein dies nun als Erfolg ihres Einsatzes verkaufen wollen, ist schon ein starkes Stück! Beide wissen doch ganz genau, dass die lautstarken Widerstände aus Hasselroth in dieser Sache hier zum Umdenken gezwungen haben“, so Uta Böckel, die dies bereits in der Sitzung des Kreistages am 26. August geahnt hatte. Bringen die beiden Herren doch jetzt genau die Argumente für den Verbleib, welche die SPD Hasselroth seit Monaten gebetsmühlenartig wiederholt. Eine von der Hasselrother SPD-FDP-Fraktion in der Juni-Sitzung eingebrachte Resolution zu diesem Thema wurde einstimmig im Parlament beschlossen, nicht zuletzt, um die Position des Gemeindevorstandes noch einmal zu stärken.
„Dass Solidarität aus der Nachbarkommune Freigericht kam, war eben nur anständig“, stellt der Hasselrother SPD-Vize Christian Benzing fest. Schließlich wurde die für Freigericht ebenso beabsichtigte Verlagerung bereits vor Wochen zurückgenommen.
Proteste als „Störfeuer“ zu bezeichnen, entspricht einem schlechten Demokratieverständnis. Wir sind gewählt um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu vertreten, schließt Bezing.
Die SPD Hasselroth hofft, dass die Hessische Landesregierung nun sämtliche Maßnahmen unterlässt, dem laufenden Gesetzgebungsverfahren zu Gerichtsschließungen vorzugreifen und auch die Stellungnahmen des Landesrechnungshofes in das Verfahren einbezieht.




